graue Autos bedrohen die Menschen zu Fuss, auf dem Velo, gefährden Tram und Bus

Basel nicht den Autos überlassen! Am 9. Februar:

2 x NEIN zu den rückständigen Auto-Initiativen

JA zum Gegenvorschlag

Die Initia­ti­ve «Par­kie­ren für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer» ver­langt «aus­rei­chend» Park­plät­ze für alle Auto­fah­ren­den und einen gleich­wer­ti­gen Ersatz für jeden abge­bau­ten Park­platz im Umkreis von 200 Metern. Bereits heu­te bele­gen die All­mend­park­plät­ze in Basel eine Flä­che von mehr als 45 Fuss­ball­fel­dern. In kei­ner gros­sen Deutsch­schwei­zer Stadt ist der Anteil an öffent­li­chen Park­plät­zen so hoch wie hier. Und obwohl in Basel pro Auto im Schnitt zwei Park­plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen, ist deren Zahl in den letz­ten Jah­ren wei­ter ange­stie­gen dies in einer Stadt, in der mehr als die Hälf­te der Bas­ler Haus­hal­te ohne eige­nes Auto leben. Eine Annah­me der Initia­ti­ve wür­de zu einem wei­te­ren unge­brem­sten Aus­bau von Park­plät­zen auf öffent­li­chem Raum füh­ren. Trot­toirs, Velo­we­ge, Pär­ke und Kin­der­spiel­plät­ze müss­ten zugun­sten von zusätz­li­chen Park­plät­zen ver­schwin­den und die Ver­kehrs­si­cher­heit wür­de redu­ziert. Zu den Argu­men­ten

2010 hat die Bas­ler Stimm­be­völ­ke­rung mit kla­rem Mehr beschlos­sen, dass der moto­ri­sier­te Indi­vi­du­al­ver­kehr bis 2020 um min­de­stens 10 % redu­ziert wer­den muss. Bis­her wur­de jedoch erst eine Reduk­ti­on von 6 % erreicht. Statt zu for­dern, dass der Volks­wil­le end­lich umge­setzt wird, will die Initia­ti­ve «Zäm­me fah­re mir bes­ser» das genaue Gegen­teil: Sie ver­langt eine ersatz­lo­se Strei­chung des Reduk­ti­ons­ziels aus dem Umwelt­schutz­ge­setz. Wei­ter sieht die Initia­ti­ve vor, dass bei Kapa­zi­täts­er­hö­hun­gen auf Auto­bah­nen kei­ne flan­kie­ren­den Mass­nah­men in den angren­zen­den Quar­tie­ren mehr ergrif­fen wer­den. Mit einer Annah­me der Initia­ti­ve wür­de noch mehr Auto­ver­kehr in die Wohn­quar­tie­re flies­sen und es käme zu mehr Staus, ÖV-Ver­spä­tun­gen und zu einer stark erhöh­ten Luft- und Lärm­be­la­stung. Die Initia­ti­ven ist eine Absa­ge an den Kli­ma­schutz und wür­de mas­si­ve Ein­schnit­te in die Lebens­qua­li­tät der Bas­le­rin­nen und Bas­ler bedeu­ten. Zu den Argu­men­ten

Der Gegen­vor­schlag zu «Zäm­me fah­re mir besser»-verzichtet im Sin­ne der Initia­ti­ve auf das 10%-Reduktionsziel beim moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr (MIV). Statt­des­sen ver­langt er, dass im Kan­ton Basel-Stadt bis im Jahr 2050 nur noch Ver­kehrs­mit­tel unter­wegs sind, die emis­si­ons­arm, kli­ma- und res­sour­cen­scho­nend sind. Der Ver­kehrs­be­reich soll sich neu an den Vor­ga­ben des kan­to­na­len Ener­gie­ge­set­zes und des Pari­ser Kli­ma­ab­kom­mens ori­en­tie­ren. Zudem sieht der Gegen­vor­schlag vor, dass inno­va­ti­ve Mobi­li­täts­for­men und ‑lösun­gen geför­dert wer­den. Zu den Argu­men­ten

Der Gegen­vor­schlag wird von Regie­rung und Par­la­ment unter­stützt (Text Gegen­vor­schlag).

 

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